Modellgeschichte

Vom Chassis-Hersteller zum Fahrzeug-Hersteller

Fahrgestellhersteller und Karosseriebauer

Royce 10HP1903 begann Henry Royce, Fahrgestelle, bestehend aus Rahmen, Motor, Getriebe, Achsen, Bremsen und Rädern, herzustellen. Diese Chassis wurden dann zu Karosseriebauern gebracht, die den Aufbau – Karosserie, Sitze, Innenverkleidung, Armaturenbrett, Scheibenwischer etc. – aufsetzten.

Diese Beschränkung auf die Chassisfertigung war durchaus nicht ungewöhnlich, denn in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg war es für die Käufer von luxuriösen Fahrzeugen üblich, vom Fahrzeughersteller ein motorisiertes Fahrgestell zu erwerben, das dann von einem spezialisierten Karosseriebauunternehmen mit dem nach Wünschen des Kunden gestalteten Aufbau versehen wurde. Der Aufbau für das erste Royce-Chassis (Royce 10HP) wurde von John Roberts in Hulme gefertigt.

Es kam auch vor, dass von einem gebrauchten Fahrzeug der Aufbau demontiert und durch einen neuen ersetzt wurde. Dieser alte Aufbau wurde des Öfteren wieder aufgearbeitet und erneut verbaut.

Grundsätzlich lag es in der Hand des Chassis-Kunden, sich für einen Aufbauhersteller zu entscheiden. Dennoch gab es Karosseriebauer, die besonders häufig von Rolls-Royce-Kunden ausgewählt wurden, wie beispielsweise Hooper & Co. Coachbuilders, Park Ward, und Mulliner. Der vielleicht exklusivste Karosseriebauer für Rolls-Royce-Chassis war die 1805 gegründete Kutschenfirma Hooper, die beispielsweise über 60 Jahre lang die Kutschen für Königin Victoria lieferte. Hooper hatte eine ganze Anzahl regierender Monarchen in seiner Kundenliste. Andere Karosseriehersteller, die regelmäßig Chassis von Rolls-Royce einkleideten, waren u.a. Barker, Charlesworth, Lancefield, James Young, Offord & Sons und Rippon.

Aus der Trennung von Fahrgestell- und Aufbauhersteller ergibt sich, dass für die einwandfreie Identifizierung eines Rolls-Royce ausschließlich die Chassisnummer (zentrales Dokument: Rolls-Royce-Chassis-Card) maßgebend ist, nicht die Karosserie-Form.

Karosseriebauunternehmen im Eigentum von Rolls-Royce

1921 eröffnete Rolls-Royce ein Chassiswerk in den USA und kurz darauf auch einen eigenen Aufbauhersteller. Die US-Chassis wurden sowohl von der US-Tochter Rolls-Royce Custom Coach Work als auch von anderen Unternehmen mit Karosserien versehen.

1925 erwarb Rolls-Royce die Firma Brewster, das führende US-Unternehmen im Karosseriebau. Das 1810 gegründete Unternehmen wurde 1934 wegen sinkender Absatzzahlen im Zuge der Weltwirtschaftskrise in einem Management-buy-out wieder verkauft.

1933 beteiligte sich Rolls-Royce an dem 1919 gegründeten Karosseriebauer Park Ward. Park Ward wurde zum bevorzugten Aufbauhersteller für Bentley-Kunden. Rolls-Royce übernahm 1939 die Firma ganz.

1959 wurde H.J. Mulliner in London (nicht zu verwechseln mit dem Karosseriebauer Arthur Mulliner aus Northampton, der ebenfalls Rolls-Royce-Chassis aufbaute) von Rolls-Royce übernommen. 1760 hatte Mulliner mit dem Bau von Pferdekutschen begonnen. Im Jahr 1900 wurde das Geschäft mit Autokarosserien aufgenommen. Mulliner baute in den frühen 1920er-Jahren auch die Zweisitzer-Karosserie für den privaten Rolls-Royce 40/50HP (Silver Ghost) von Henry Royce. Aber erst ab 1928 wurden regulär Aufbauten für Rolls-Royce-Chassis gefertigt.

1961 verschmolz Rolls-Royce das Tochterunternehmen Park Ward mit der neu zugekauften Firma H. J. Mulliner & Co. zu Mulliner Park Ward. Die Geschäfte wurden in der Fabrik in Willesden zusammengefasst. Mulliner Park Ward stellte in Handarbeit die Karosserien für Fahrzeuge wie Rolls-Royce Silver Cloud, Rolls-Royce Phantom V und Bentley Continental her.

1991 wurde der Karosseriebauer Mulliner Park Ward geschlossen, was auch zur Produktionseinstellung der Phantom-Modelle führte. Der Name ist heute nur noch eine Marketingbezeichnung für Sonderausführungen von Bentley-Modellen.

Herstellung endmontierter Fahrzeuge

Silver WraithAb 1946 begann auch Rolls-Royce, komplette Autos mit Serienkarosserien auszuliefern. Das Geschäft mit Karosserie-Einzelanfertigungen lief jedoch bei Park Ward bzw. später auch bei H.J. Mulliner weiter. Die Karosserieteile der Serienkarosserien wurden von Pressed Steel zugeliefert, wobei nicht nur Stahlblech, sondern auch schon Aluminium zum Einsatz kam. Erstes Konzernfahrzeug dieser neuen Fahrzeug-Fertigung wurde das Silver-Wraith-Schwestermodell Bentley Mark VI, das anschließend auch als Rolls-Royce Silver Dawn vermarktet wurde.

1996 – noch unter Vickers-Führung – erhielt Rolls-Royce eine eigene Karosseriefertigung. Die Verträge mit Pressed Steel wurden gekündigt. Diese Fertigungsanlage ging später in den Besitz von VW über und fertigt nun Teile für Bentley.

Nach der Übernahme durch BMW wurden die Produktionsverantwortlichkeiten neu geordnet. Verschiedene Baugruppen des Phantom entstehen in deutschen Standorten der BMW Group, so beispielsweise der V12-Motor aus dem Werk München. Auch die Rolls-Royce-Tradition der Zulieferung von Karosserieteilen wurde wieder aufgenommen; heute stammt die gesamte Karosserie aus dem Aluminium-Kompetenzzentrum des BMW-Werks Dingolfing. Die Karosserie aus Aluminium in Space-Frame-Bauweise wird im BMW-Werk in Dingolfing von Hand zusammengeschweißt und nach Goodwood geliefert, wo sie lackiert wird.

Modelle

Im Laufe der über 110-jährigen Unternehmensgeschichte hat Rolls-Royce eine Vielzahl von unterschiedlichen Modellen produziert, wobei bis 1949 nur Chassis und dann auch komplette Fahrzeuge angeboten wurden.

Baujahr(e) Name Foto Besonderheiten
1903–1904 Royce 10HP Royce 10HP 3 Chassis (Prototypen/Werkswagen, kein freier Verkauf)
Einer dieser Prototypen (Aufbau / Karosserie von John Roberts in Hulme) wurde Charles Rolls von Henry Royce vorgeführt. Die Qualität überzeugte Rolls und führte zur Zusammenarbeit mit Royce.
1904–1906 Rolls-Royce 10HP 10HP 17 Chassis / Preis: 395 £ / 2-Zylinder-Motor mit 3-Gang-Getriebe, Hubraum: 1904–1905 1800 cm³, 1906 2000 cm³.
Der Royce 10HP wird mit geringen Modifizierungen (z. B. ab Serien-Chassis Nr. 2 mit dem berühmten Kühler) als Rolls-Royce 10 HP vermarktet.
1904–1906 20HP 20HP 37 Chassis / Preis: 650 £ / 4-Zylinder-Motor:
1905: 3600 cm³ Hubraum mit 3-Gang-Getriebe, 1905/1906 4000 cm³ Hubraum mit 4-Gang-Getriebe (4.=Overdrive)
1905–1906 15HP 15HP 6 Chassis / Preis: 500 £ / 3-Zylinder-Motor mit 3089 cm³ Hubraum, 3-Gang-Getriebe.
Einerseits lief der Motor nicht so geschmeidig wie von Henry Royce gewünscht, andererseits hatte der 15HP wegen seiner technischen Ausführung wenig Gleichteile mit den anderen Modellen. Deshalb wurde das Modell nach kurzer Zeit aus dem Programm genommen.
1905–1906 30HP 30HP 40 Chassis / Preis: 890 £ / 6-Zylinder-Motor mit 6177 cm³ Hubraum,
4-Gang-Getriebe: erster Rolls-Royce mit 4-Gang-Getriebe, 4. Gang als Overdrive.
1905–1906 V8 Legalimit Zwei Fahrzeugaufbautypen: Legal Limit bzw. Legalimit und Landaulet par Excellence
Teile für drei Chassis hergestellt, jedoch nur zwei Chassis assembliert / 90-Grad-V8-Motor mit 3535cm³ Hubraum,
Getriebe: 3 Vorwärtsgänge, 1 Rückwärtsgang (=erster Rolls-Royce mit Rückwärtsgang).
1906–1925 40/50HP Silver Ghost
Springfield Silver Ghost
Dieses Chassis wurde umgangssprachlich und von der Presse auch als „Silver Ghost“ bezeichnet – eine Benennung, die Rolls-Royce selbst nicht für die Chassis-Serie, sondern nur für ein einziges Fahrzeug verwendete.
Fertigung in GB und USA: 6173 GB, 1703 USA / 6-Zylinder-Motor mit 7036 cm³ Hubraum, und ab 1909 7428 cm³.
Getriebe: 4 Vorwärtsgänge, 1 Rückwärtsgang / Radstand 3442 mm.
1914–1918 Erster Weltkrieg Silver Ghost Panzerwagen 120 40/50HP-Chassis erhalten von einem Spezialbetrieb Panzeraufbauten, so entsteht das Rolls-Royce Armoured Car.
1922–1938 HP-Modelle 20HP Twenty
20/25HP
25/30HP
Rolls-Royce-Selbstfahrer-Modelle:
  • 1922–1929: 20HP „Twenty“ / Radstand 3277 mm / 2885 Chassis
  • 1929–1936: 20/25HP / Radstand 3277 ab 1930: 3353 mm / 3827 Chassis, meistverkauftes Rolls-Royce-Modell zwischen den Weltkriegen
  • 1936–1938: 25/30HP / Radstand 3454 mm / 1201 Chassis
1925–1939 Phantom-Modelle Springfield Phantom I
Phantom I
Phantom II
Phantom III
Rolls-Royce-Chauffeur-Modelle:
  • 1925–1929: 40/50HP Phantom / Radstand 3638 mm oder 3822 mm / Chassis in GB und USA gebaut: 2269 GB, 1243 USA
    Nachfolger des 40/50HP, der noch den gleichen Rahmen und viele Gleichteile mit seinem Vorgänger hatte. Zur Unterscheidung wurde das „neue“ Chassis 40/50HP vom Werk mit der Zusatzbezeichnung „Phantom“ versehen.
  • 1929–1936: Phantom II / Radstand 3657 mm oder 3810 mm / 1680 Chassis
    Letztes Chassis, dessen Entwicklung von der ersten Entwurfsskizze bis zur Fertigstellung vollständig unter der Kontrolle von F. Henry Royce selbst stand.
  • 1936–1939: Phantom III / Radstand 3606 mm / 727 Chassis
    Erstes Rolls-Royce-Chassis mit V12-Motor, Hubraum: 7.338 cm³.
1938–1939 25/30HP Wraith I Wraith Radstand 3454 mm / 491 Chassis
Das Wraith-I-Chassis war eine modifizierte Version des 25/30HP-Chassis.
Die Rolle der Selbstfahrer-Modelle wurde den Bentleys zugewiesen (vor allem in Form von Sportversionen).
1939–1945 Zweiter Weltkrieg   Die Chassis-Produktion wurde eingestellt.
1946–1959 Silver Wraith Silver Wraith Das Vorkriegs-Wraith-Chassis wurde technisch überarbeitet und in Varianten angeboten. Das modifizierte Wraith-Chassis wurde zur Abgrenzung vom Vorkriegs-Wraith in „Silver Wraith“ umbenannt. Es war die letzte größere Chassis-Serie, die fast ausschließlich die Karosserie von Aufbauherstellern erhielt:
  • 1951–1959: Silver Wraith LWB / Langversion (LongWheelBase) / Radstand 3378 mm / 639 Chassis
  • 1946–1959: Silver Wraith / Basisversion / Radstand 3226 mm / 1244 Chassis
1949–1955 Silver Dawn Silver Dawn Erstes Komplettfahrzeug der Marke Rolls-Royce

Nach dem Krieg begann Rolls-Royce die Entwicklung einer eigenen Werks-Standardkarosserie („Standard Steel“ oder „Standard Steel Body“ genannt). Diese erste entwickelte Fahrzeugserie verwendete ein modifiziertes Silver-Wraith-Chassis, dem im Werk die Standard-Steel-Karosserie aufgesetzt wurde, so dass komplette Fahrzeuge ausgeliefert werden konnten. Dieses so entstandene erste komplett-Fahrzeug wurde allerdings nicht als Rolls-Royce vermarktet, sondern als Bentley (Bentley Mark VI 1946–1952).
Keine eigene Karosserie-Fertigung: Die Karosserieteile fertigte Rolls-Royce nicht selbst, sondern kaufte sie von Pressed Steel (später umbenannt in Pressed Steel Fisher) zu.
Nachdem man den Produktions-Prozess des Bentley Mark VI im Griff hatte, vermarktete man ihn als Exportmodell Rolls-Royce Silver Dawn (wurde 1949–1953 nur für den Export angeboten). Die Unterschiede zum Bentley waren gering (RR-Kühler mit RR-Emblem, modifizierte Motorhaube und geänderte Instrumentenanordnung).

  • 1949–1955: Silver Dawn / Radstand 3048 mm / 64 Chassis + 693 mit Standard-Steel-Aufbau
1950–1992 Phantom Phantom IV
Phantom V
Phantom VI
Die Serienfertigung der exklusiven Repräsentations-Limousine wurde wieder aufgenommen. Die Karosserie der Phantom-Modelle wurde in Handarbeit überwiegend bei Park-Ward hergestellt.
  • 1950–1956: Phantom IV / Radstand 3683 mm / 17+1 Chassis
    Dieses Chassis (technische Basis der Silver Wraith) war nur für Angehörige regierender Adelshäuser oder Staatsoberhäupter vorgesehen (Aufbauten für 16 der 17 Chassis von Hooper).
 
Die technische Basis des Phantom V bzw. VI bildete der Silver Cloud. Die Chassis erhielten ihren Aufbau als handgedengelte Karosserien überwiegend von Park Ward bzw. Mulliner Park Ward. Varianten:
  • 1959–1968: Phantom V / Radstand 3683 mm / 516 Chassis aufgebaut
  • 1968–1992: Phantom VI / Radstand 3683 mm / 374 Chassis aufgebaut
1955–1966 Silver Cloud Silver Cloud I
Silver Cloud II
Silver Cloud III
Nach dem Testlauf von Bentley Mark VI und Rolls-Royce Silver Dawn wurde für den neuen Silver Cloud bereits ab Produktionsbeginn werksseitig eine Standard-Steel-Karosserie angeboten. Varianten:
  • 1955–1959: Silver Cloud:
    • Langversion: 36 Chassis + 86 mit Standard-Steel-Karosserie /// Basisversion: 121 Chassis + 2117 mit Standard-Steel-Aufbau

Schwesterversion Bentley S1

  • 1959–1962: Silver Cloud II:
    • Langversion: 81 Chassis + 218 mit Standard-Steel-Aufbau /// Basisversion: 107 Chassis + 2311 mit Standard-Steel-Karosserie

Schwesterversionen Bentley S2 und daraus entwickelt Bentley S3

  • 1962–1965/66: Silver Cloud III:
    • Langversion: 47 Chassis + 207 mit Standard-Steel-Aufbau /// Basisversion: 328 Chassis + 2227 mit Standard-Steel-Karosserie
1965–1977 Silver Shadow I Silver Shadow
Silver Shadow Coupé
Silver Shadow LWB
Camargue
Der Silver Shadow hatte als erster Rolls-Royce eine selbsttragende Karosserie, unabhängige Radaufhängung rundum, automatische Niveauregulierung und Scheibenbremsen an allen vier Rädern.
Die Rolls-Royce-Tradition der Chassis-Fertigung mit anschließendem Karosseriebau wurde damit beendet.
Gegenüber seinen Vorgängern bot der Wegfall eines separaten Fahrgestells bessere Voraussetzungen für eine geräumige Passagierzelle, besseren Zugang zu einem Kofferraum mit erheblichem Stauvermögen – und Bauhöhe wie Gewicht des Wagens konnten reduziert werden.
Die Karosserieteile wurden aber nach wie vor nicht selbst gefertigt sondern von Pressed Steel zugeliefert.
  • 1969–1977: Silver Shadow I EWB / Langversion / 2776 Fahrzeuge
  • 1965–1977: Silver Shadow I Saloon / Basisversion / 16.717 Fahrzeuge
  • 1966–1971: Silver Shadow I Coupé / Coupéversion / 571 Fahrzeuge + 36 Sonderkarosserien (35 von James Young + 1 by Pininfarina)
  • 1967–1971: Silver Shadow I Cabriolet / Cabrioversion / 505 Fahrzeuge

Spitzenmodell: Bodengruppe Silver Shadow und Karosserie-Design by Pininfarina:
  • 1975–1991: Camargue / 525 Fahrzeuge als Rolls-Royce sowie ein Exemplar, das auf Kundenwunsch als Bentley geliefert wurde

Schwesterversion Bentley T1 und daraus entwickelt Bentley Corniche
1971–1996 Corniche Corniche Coupé
Corniche I
Corniche II
Corniche III
Corniche IV
Ab 1971: Spezielle 2-türige Variante: Chassis: Silver Shadow, Aufbau: Mulliner Park Ward (grossteils in Handarbeit gefertigt):
  • 1971–1982: Corniche „Two Door Saloon“ / Coupéversion / 1108 Fahrzeuge
  • 1971–1987: Corniche „Corniche Convertible“ / Cabrioversion / 3239 Fahrzeuge
  • 1987–1989: Corniche II „Corniche Convertible“ / Cabrioversion / 226 Fahrzeuge
  • 1989–1992: Corniche III „Corniche Convertible“ / Cabrioversion / 452 Fahrzeuge
  • 1993–1996: Corniche IV „Corniche Convertible“ / Cabrioversion / 219 Fahrzeuge
  • 1995–1996: Corniche S „Corniche Convertible“ / Cabrioversion / 25 Fahrzeuge (Sonderserie zum Auslaufen des Modells)

Schwesterversionen: Bentley Corniche (1971–1984), Bentley Continental (1984–1994)
1977–1980 Silver Shadow II Silver Shadow II
Silver Wraith II
  • 1977–1980: Silver Wraith II / Langversion (um 10 cm verlängerte Version des Silver Shadow II) / 2145 Fahrzeuge
  • 1977–1980: Silver Shadow II / Basisversion / 8425 Fahrzeuge

Schwesterversion Bentley T2
1980–1995 Silver Spirit Silver Spirit
Silver Spirit II
Silver Spur II
Silver Spirit III
Silver Spur Touring
  • 1980–1989: Silver Spirit I:
    • 1982–1988: Silver Spur Limousine / Spezial-Langversionen / extended 14 = 1 Fahrzeug, ext. 36 = 16 Fhrzg, ext. 42 = 84 Fhrzg.
    • 1981–1989: Silver Spur I / Standard-Langversion (10 cm verlängerte Version des Silver Spirit) / 6238 Fahrzeuge
    • 1980–1989: Silver Spirit I / Basisversion / 8129 Fahrzeuge
    • 1984: Silver Spur Centenary / limitierte Sonderversion / 25 Fahrzeuge freier Verkauf, ein Fahrzeug für das Werksmuseum
  • 1989–1993: Silver Spirit II:
    • 1989–1993: Silver Spur II / Standard-Langversion (10 cm verlängerte Version des Silver Spirit) / 1658 Fahrzeuge
    • 1989–1993: Silver Spirit II / Basisversion / 1152 Fahrzeuge
  • 1993–1994: Silver Spirit III:
    • 1993–1994: Silver Spur III Touring Limousine / Spezial-Langversion (Radstand 3772 mm) Nach der Produktionseinstellung des Premium-Repräsentations-Modells Phantom (1992) brauchte man einen Ersatz, der durch die Touring Limousine (wie manche meinen nur unzureichend) gestellt wurde.
    • 1994–1995: Flying Spur / Turbo-Standard-Langversion / Radstand 3161 mm / 134 Fahrzeuge (erstes Rolls-Royce-Modell mit Turbolader)
    • 1993–1994: Silver Spur III / Standard-Langversion / Radstand 3161 mm / 430 Fahrzeuge (Anzahl = incl. Touring-Limousinen)
    • 1993–1994: Silver Spirit III / Basisversion / Radstand 3061 mm / 211 Fahrzeuge
1995–1998 New Silver Spirit
(BMW-Motor)
Silver Dawn
New Silver Spur
Silver Spur Park Ward
Die Modelle der Baureihe erhielten ab 1994 einen Motor, der in Zusammenarbeit mit BMW entwickelt worden war. Diese Modellreihe ist auch bekannt als die „New“-Reihe, da die Bezeichnungen der Fahrzeuge mit „New“ begannen:
  • 1995–1998: New Silver Spur Touring Limousine / Spezial-Langversion / Radstand 3772 mm
  • 1995–1998: New Silver Spur / Standard-Langversion / Radstand 3161 mm / 507 Fahrzeuge (Anzahl = incl. Touring-Limousinen)
  • 1995: New Silver Spirit / Basisversion / Radstand 3061 mm / 122 Fahrzeuge (zugunsten des „Silver Dawn“ eingestellt)
  • 1994–1998: New Silver Dawn / Basisversion / Radstand 3061 mm / 237 Fahrzeuge

Als Modell mit eigenem Namen separiert:
  • 1995–1998: Park Ward / 44 Fahrzeuge
1998–2002 Silver Seraph Silver Seraph
Silver Seraph Park Ward
Corniche
Neue Fahrzeugreihe, die noch von Rolls-Royce im Vickers-Besitz entwickelt, aber ab 1998 unter VW-Führung gefertigt wurde.
Erstmals wurde bei diesem Fahrzeug auch die Karosserie im Haus selbst gefertigt (bei den anderen Modellen waren die Rohkarosserien von Pressed Steel Fisher hergestellt und zugeliefert worden).
  • 2000–2002: Park Ward / Langversion / Länge 5640 mm / 127 Fahrzeuge
  • 1998–2002: Silver Seraph / Basisversion / Länge 5390 mm / 1570 Fahrzeuge
  • 2000–2002: Corniche / Cabrioversion / Länge 5405 mm / 374 Fahrzeuge
20032017 Phantom Phantom
Phantom EWB
Phantom Series II
Phantom DHC
Phantom DHC Series II
Phantom Coupé
Phantom Coupé Series II
Erste Rolls-Royce-Modellreihe aus BMW-Planung und -Fertigung
 
Der Traditionsname Phantom wird wieder verwendet (Phantom I 1925 / in Reihenfolge ist diese Modellreihe Phantom VII):
  • 2006–2017: Phantom Limousine EWB / Extended Wheel Base / Langversion / Radstand 3820 mm / Länge 6090 mm
  • 2003–2017: Phantom Limousine / Basisversion / Radstand 3570 mm / Länge 5840 mmm
  • 2008–2017: Phantom Coupé / Coupéversion / Radstand 3320 mm / Länge 5612 mm
  • 2007–2017: Phantom Drophead Coupé / Cabrioversion / Radstand 3320 mm / Länge 5609 mm
 
Modellüberarbeitung / betrifft alle vier Varianten:
  • ab 2012: Rolls-Royce Phantom Series II LED Motor- und Getriebeüberarbeitung (N73TU und 8HP), Licht, Infotainment, CO2-Massnahmen
 
Motor für alle Phantom-Typen: BMW N73 (V12 / 6749 cm³ / 338 kW @ 5350 min−1)
seit 2009 Ghost Ghost
Ghost EWB
Ghost Series II
Ghost EWB Series II
Selbstfahrer-Modellreihe:
  • seit 2011: Ghost Limousine EWB / Extended Wheel Base / Radstand 3465 mm / Länge 5569 mm
  • seit 2009: Ghost Limousine / Basisversion / Radstand 3295 mm / Länge 5399 mm
 
Motor für beide Typen: BMW N74 (V12 / 6592 cm³ / 420 kW @ 5250 min−1)
seit 2013 Wraith Wraith Selbstfahrer-Modellreihe auf Basis des Rolls-Royce Ghost
 
Der Traditionsname Wraith wird wieder verwendet (erster Wraith 1938 – diese Modellreihe also eigentlich Wraith II):
  • seit 2013: Wraith / Coupéversion (Basisversion / Limousine Rolls-Royce Ghost) / Radstand 3110 mm / Länge 5270 mm
 
Motor: (V12 Doppelturbo / 6592 cm³ / 632 PS)
seit 2015 Dawn Dawn Selbstfahrer-Modellreihe auf Basis des Rolls-Royce Ghost
 
Der Traditionsname Dawn wird wieder verwendet (Silver Dawn 1949 – 1955):
  • seit 2015: Dawn / Cabrioletversion (Basisversion / Limousine Rolls-Royce Ghost) / Radstand 3112 mm / Länge 5285 mm
 
Motor: (V12 Doppelturbo / 6592 cm³ / 570 PS)
seit 2017 Phantom Phantom VIII
Phantom VIII
Modellüberarbeitung als Phantom VIII auf Basis des "Architecture of Luxury" Alu-Spaceframes
 
  • seit 2017: Phantom Limousine / Basisversion / Radstand 3552 mm / Länge 5762 mmm
  • seit 2017: Phantom Limousine EWB / Extended Wheel Base / Langversion / Radstand 3772 mm / Länge 5982 mm
 
Motor: (V12 Doppelturbo / 6750 cm³ / 571 PS)
seit 2018 Cullinan Cullinan Erstes SUV der Marke Rolls-Royce mit Allradantrieb und -Lenkung auf Basis des "Architecture of Luxury" Alu-Spaceframes
 
  • Radstand 3295 mm / Länge 5341 mmm
 
Motor: (V12 Doppelturbo / 6750 cm³ / 571 PS)

 

Quelle: Wikipedia